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GULP Erfahrungen 2026: Was nach der Randstad-Übernahme vom Portal übrig ist

GULP war jahrelang das IT-Freelancer-Portal in Deutschland, heute heißt es Randstad Professional und listet nur noch rund 840 Projekte. Erfahrungen aus der Zeit davor und danach, was die Membership kostet und für wen sich GULP noch lohnt.

Stand: -Zur Website

Auf einen Blick

Kosten
Basis-Profil kostenlos, GULP Membership 120 EUR netto für 6 Monate oder 180 EUR für 12 Monate
Reichweite
Nur noch rund 840 offene Projekte (Stand Oktober 2026), Fokus IT, Engineering und Life Science
Tech-Stack-Abdeckung
SAP, Java/Spring, Cloud-Infrastruktur, Engineering, Life Science
Projektqualität
Aus eigener Erfahrung nicht mehr beurteilbar: Über das Profil kommen kaum noch Anfragen. Randstad positioniert die Plattform auf Konzern- und Langzeitprojekte
CV-Shopping-Risiko
Kaum relevant, weil über das Profil kaum noch Anfragen kommen
Am besten für
Allenfalls als kostenlose Ergänzung für Enterprise- und SAP-Profile

Stärken

  • Basis-Profil kostenlos: Präsenz ohne Kosten und Risiko
  • Membership mit echten Vorteilen: 30 Tage Zahlungsziel statt 60-90, Einblick in Stundensatzangebote, 10 Suchagenten

Schwächen

  • Umbau zu Randstad Professional: Der Projektfokus ist verwässert, die Personaldienstleister-Ausrichtung dominiert
  • Nur noch rund 840 offene Projekte, ein Bruchteil von freelance.de oder Freelancermap
  • Über das Profil kommen kaum noch Anfragen: Für mich ist das Portal praktisch tot
  • Keine aktive Betreuung mehr: Früher suchten GULP-Mitarbeiter gezielt Projekte für Freelancer, heute meldet sich niemand von selbst
  • Cross-Selling von Festanstellungen zeigt den Fokus-Verlust

Was GULP war und was es heute ist

GULP war über zwei Jahrzehnte der Klassiker unter den IT-Freelancer-Portalen im deutschsprachigen Raum: eine Projektbörse mit klarem IT-Fokus, über die viele Freelancer ihre besten Projekte gefunden haben. Nach der Übernahme durch Randstad wurde die Marke Schritt für Schritt integriert, seit Juli 2024 tritt GULP als Randstad Professional auf, mit den Schwerpunkten IT, Engineering und Life Science.

Der Umbau ist auch in den Zahlen sichtbar: Aktuell listet die Plattform nur noch rund 840 offene Projekte (Stand Oktober 2026). Zum Vergleich: freelance.de führt über 3.400, Freelancermap über 15.000.

Meine Erfahrungen mit GULP

GULP war früher mein Hauptportal für die Projektsuche, bevor ich zu freelance.de gewechselt bin. Das lag vor allem an den Menschen dahinter: GULP-Mitarbeiter haben aktiv Projekte für mich gesucht und sich immer wieder bei mir gemeldet, und Vermittler haben mich regelmäßig über mein GULP-Profil gefunden. Seit GULP in Randstad aufgegangen ist, ist davon nichts geblieben. Randstad hat mich kein einziges Mal kontaktiert, und über das Profil kommt praktisch nichts mehr. Für mich ist das Portal heute wie tot. Fairerweise muss ich dazusagen: Damals habe ich für GULP bezahlt, heute zahle ich für freelance.de und Freelancermap. Die heutige GULP Membership unter Randstad habe ich nie getestet. Ob sich mit bezahltem Profil wieder jemand aktiv meldet, weiß ich nicht. Wann genau das gekippt ist, kann ich nicht sagen, es war ein schleichender Prozess. Der Projektfokus ging verloren, die Personaldienstleister-Ausrichtung ist deutlich spürbar, und das Cross-Selling von Festanstellungen zeigt, wohin die Reise geht. GULP hat seine besten Tage hinter sich.

Wie gut die Projekte heute sind, kann ich deshalb nicht mehr beurteilen. Randstad positioniert die Plattform auf Konzern- und Langzeitprojekte in IT, Engineering und Life Science. Wer dort fündig werden will, muss selbst suchen und sich bewerben, statt darauf zu warten, dass sich jemand meldet.

Wie weit GULP an Bedeutung verloren hat, zeigt mein aktuelles Projekt: Seit August 2026 arbeite ich für eine große Bank, und Hauptvermittler des Projekts ist Randstad. Gefunden hat mich der beauftragte Vermittler aber auf freelance.de, nicht über GULP. Wenn selbst Randstad-Projekte nicht über die eigene Plattform besetzt werden, sagt das viel über deren heutigen Stellenwert.

Kosten: Membership für 120 EUR

Das Basis-Profil ist kostenlos und reicht, um gefunden zu werden. Die GULP Membership kostet 120 EUR netto für 6 Monate oder 180 EUR für 12 Monate und enthält bis zu drei Profile, 10 Suchagenten, Einblick in die Stundensatzangebote nachgefragter Projekte und bestätigte Referenzen. Der praktischste Vorteil ist finanziell: Bei Projekten über GULP verkürzt sich das Zahlungsziel auf maximal 30 Tage, statt der sonst üblichen 60 bis 90.

Meine Empfehlung: Die Membership lohnt sich nur, wenn GULP für dein Profil (SAP, Enterprise, Engineering) tatsächlich Anfragen liefert. Ob sie Randstad zu mehr Aktivität bewegt, kann ich nicht sagen, ich habe sie selbst nicht getestet. Erst kostenlos ausprobieren, ob überhaupt Bewegung ins Postfach kommt.

Für wen sich GULP noch lohnen kann

  • Enterprise- und SAP-Profile, die gezielt nach Konzernprojekten aus dem Randstad-Netzwerk suchen wollen
  • Freelancer, die sich selbst aktiv bewerben und nicht darauf warten, angesprochen zu werden
  • Als Ergänzung, nie als einziges Portal: Dafür ist die Projektauswahl zu klein geworden

Als Basis-Portal ist freelance.de heute die bessere Wahl, für maximale Anfragemenge Freelancermap. Eine Gegenüberstellung findest du im Vergleich der Freelancer-Portale.

So landen GULP-Anfragen in DealFilter

Jede Anfrage aus GULP wird in DealFilter automatisch bewertet: Tech-Stack-Match, Marktrate, Remote-Anteil, Vertragsart. Drei Wege, sie zu erfassen:

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Häufige Fragen zu GULP

Gibt es GULP noch?

Ja, aber unter neuem Namen: GULP tritt inzwischen als Randstad Professional auf, mit Fokus auf IT, Engineering und Life Science. Die Projektbörse und die GULP Membership existieren weiter, die Plattform ist aber klar in den Personaldienstleister Randstad integriert.

Was kostet die GULP Membership?

120 EUR netto für 6 Monate oder 180 EUR netto für 12 Monate. Enthalten sind unter anderem bis zu drei Profile, 10 Suchagenten, Einblick in Stundensatzangebote nachgefragter Projekte, bestätigte Referenzen und ein verkürztes Zahlungsziel von maximal 30 Tagen bei Projekten über GULP (statt üblicher 60-90 Tage). Ein Basis-Profil ist kostenlos.

Lohnt sich GULP für IT-Freelancer noch?

Aus meiner Erfahrung kaum noch. Über mein Profil kommen praktisch keine Anfragen mehr, und mit rund 840 offenen Projekten ist die Auswahl klein. Ein kostenloses Basis-Profil schadet nicht, und Enterprise- oder SAP-Profile können die Projektbörse gezielt durchsuchen. Als primäres Portal: nein, freelance.de und Freelancermap liefern ein Vielfaches an Ausschreibungen.

Welche Alternativen zu GULP gibt es?

freelance.de als Basis-Portal mit guter Anfragequalität und Referenz-Verifizierung, Freelancermap für maximale Sichtbarkeit und Anfragemenge. Für das Konzernumfeld, das GULP früher bediente, sind heute auch direkte Kontakte zu Personaldienstleistern wie Hays, Solcom oder Computer Futures eine Alternative.

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