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Freelancermap Erfahrungen 2026: Kosten, Projektqualität und Alternativen

Freelancermap ist das größte deutschsprachige Freelancer-Portal: rund 14.600 Projekte, sehr viele Anfragen, aber viel CV-Shopping. Einschätzung nach einem Jahr auf der Plattform im Vergleich zu freelance.de und GULP, was Premium wirklich kostet und für wen sich das Portal lohnt.

Stand: -Zur Website

Auf einen Blick

Kosten
Basis kostenlos (10 Bewerbungen/Monat), Premium 13,99 EUR/Monat bei jährlicher Zahlung, 17,49 EUR/Monat vierteljährlich
Reichweite
Rund 14.600 offene Projekte, über 115.000 aktive Freelancer (Stand August 2026), Schwerpunkt DACH
Tech-Stack-Abdeckung
Sehr breit, von SAP bis Cloud-native
Projektqualität
Gemischt bis schwach, viele Vermittler-Ausschreibungen
CV-Shopping-Risiko
Sehr hoch (geschätzt 30-40 % der Anfragen)
Am besten für
Breite Suche, maximale Sichtbarkeit, extrem viele Anfragen

Stärken

  • Größte Reichweite im deutschsprachigen Raum, sehr viele aktive Projekte
  • Hohe Sichtbarkeit: Mit gepflegtem Profil kommen Anfragen von allein
  • Skill-basiertes Matching und detaillierte Suchfilter
  • Günstiges Premium (ab 13,99 EUR/Monat), keine Vermittlungsgebühr

Schwächen

  • Viele Vermittler schreiben breit an und lagern das Matching auf den Freelancer aus
  • CV-Shopping-Quote hoch: nicht jede Anfrage steht für ein reales Projekt
  • Extrem hohe Ghosting-Quote: Auf viele Bewerbungen kommt nie eine Reaktion
  • Wer alle Anfragen ernsthaft prüft, verliert schnell Stunden pro Woche
  • Basis-Account stark beschnitten: 10 Bewerbungen pro Monat, Kontaktanfragen von Basis-Auftraggebern nicht lesbar
  • Direktkunden sind selten, der Großteil läuft über Personaldienstleister

Was Freelancermap ist

Freelancermap ist mit über 115.000 aktiven Freelancern und rund 14.600 offenen Projekten (Stand August 2026) die größte deutschsprachige Projektplattform. Gegründet wurde sie 2005 in Wiesbaden als Börse für PHP-Entwickler, seit 2009 gehört sie zur Verlagsgruppe Müller Medien und hat sich zur Plattform für das gesamte Projektgeschäft entwickelt. Vermittler und Endkunden schreiben Projekte aus, Freelancer bewerben sich oder werden anhand ihres Profils direkt angeschrieben. Die Stärke liegt in der Breite: Von SAP über Java bis Cloud-native ist praktisch jeder Tech-Stack vertreten, und die Aktivität der Vermittler ist hoch.

Meine Erfahrungen mit Freelancermap

Ich bin erst seit 2025 auf Freelancermap. Davor habe ich rund zehn Jahre fast ausschließlich über freelance.de gesucht, und davor über GULP. Der Wechsel hat den Unterschied zwischen den Portalen sehr deutlich gemacht.

Mit einem gepflegten Profil erzielst du auf Freelancermap eine hohe Sichtbarkeit und bekommst sehr viele Anfragen, deutlich mehr als auf freelance.de. Genau das ist gleichzeitig das Problem: Die Qualität ist oft gering. Viele Vermittler schreiben einfach eine breite Masse an Freelancer an und lagern das Matching auf dich aus. Du liest dann die dritte Ausschreibung des Tages, bei der weder Stack noch Standort noch Rate zu dir passen.

Das war für mich der Anlass, DealFilter zu entwickeln: Die Anfragenflut aus Freelancermap ist handhabbar, wenn du sie nicht mehr manuell sichtest, sondern jede Anfrage in Sekunden gegen dein Profil, deine Rate und deine Remote-Anforderungen prüfen lässt.

Anlaufzeit: Die Flut kommt sofort, die Qualität später

Rechne mit einer Anlaufzeit. Die erste Überraschung kommt schnell: eine Flut von Anfragen, quantitativ beeindruckend, qualitativ enttäuschend. Bis du echte Kontakte zu Vermittlern aufgebaut hast und wirklich gute Matches unter den Anfragen sind, dauert es einige Monate. Bei mir passt etwa eine von zehn eingehenden Anfragen wirklich.

Verlass dich deshalb nicht nur auf eingehende Anfragen: Such aktiv, richte den Projektagenten ein (Suchagent mit E-Mail-Benachrichtigung bei passenden Ausschreibungen) und bewirb dich gezielt auf Projekte, die zu deinem Profil passen. Gezielte Bewerbungen schlagen das passive Warten deutlich.

Ghosting: Der größte Nachteil

Die Ghosting-Quote auf Freelancermap ist extrem hoch: Du bewirbst dich, schickst deinen CV, vielleicht gibt es sogar ein Gespräch - und dann hörst du nie wieder etwas. Keine Absage, kein Feedback, nichts. Das passt zur Vermittler-Dynamik der Plattform: Wer breit anschreibt und Profile einsammelt, meldet sich nur bei den Kandidaten zurück, die er tatsächlich beim Endkunden einreicht.

Plane das ein: einmal nachhaken, dann die Bewerbung innerlich abhaken und weiterziehen. Wer jede offene Bewerbung im Kopf mitschleppt, verliert Energie an Vermittler, die längst weitergezogen sind.

Kosten: Basis oder Premium?

Das Basis-Profil ist kostenlos, aber deutlich beschnitten: 10 Bewerbungen pro Monat, passende Projekte nur einmal täglich per Mail, und Kontaktanfragen von anderen Basis-Accounts kannst du nicht lesen. Premium kostet 13,99 EUR pro Monat bei jährlicher Zahlung (167,88 EUR im Jahr) oder 17,49 EUR pro Monat bei vierteljährlicher Abrechnung. Eine Vermittlungsgebühr gibt es nicht. Optional kannst du dein Profil verifizieren lassen (50 EUR pro Jahr mit Premium, 75 EUR mit Basis).

Damit ist Premium das günstigste der drei großen Portale. Der Effekt ist spürbar: Premium-Profile stehen im Freelancer-Verzeichnis weiter oben, Projekt-Benachrichtigungen kommen sofort statt einmal täglich, und die Anzahl der Anfragen steigt. Freelancermap wirbt selbst mit bis zu 4x mehr Kontaktanfragen.

Meine Empfehlung: Premium einschalten, solange du aktiv suchst, und bei monatlicher Zahlung bleiben (14 Tage Kündigungsfrist). Wenn du im Projekt bist, reicht das Basis-Profil, damit die Sichtbarkeit nicht komplett verschwindet.

Projektqualität und CV-Shopping

Auf Freelancermap läuft der Großteil der Ausschreibungen über Personaldienstleister, nicht über Endkunden. Das ist im DACH-Markt normal, weil viele Konzerne nur über Rahmenverträge mit Vermittlern einkaufen. Auf Freelancermap kommt aber ein zweiter Effekt dazu: Ein spürbarer Teil der Ausschreibungen, geschätzt 30 bis 40 Prozent, ist CV-Shopping. Der Vermittler sammelt Profile für ein Projekt, das er noch nicht gewonnen hat, oder hält sich einen Pool für später warm.

Woran du CV-Shopping erkennst:

  • Die Ausschreibung ist auffallend generisch, ohne Endkunde, ohne konkreten Start
  • Der Vermittler will sofort deinen CV, bevor er Details zum Projekt nennt
  • Dieselbe Ausschreibung taucht bei mehreren Vermittlern parallel auf
  • Nach dem CV-Versand passiert wochenlang nichts

Für wen sich Freelancermap lohnt

  • Einsteiger und Freelancer mit breitem Profil, die erst einmal Sichtbarkeit brauchen
  • Freelancer mit gängigem Stack (Java, .NET, SAP, Cloud), für die es viele Ausschreibungen gibt
  • Alle, die freelance.de ergänzen wollen: Die Vermittler-Pools überlappen nicht vollständig

Weniger geeignet ist Freelancermap, wenn du gezielt Direktkunden oder hochwertige Enterprise-Projekte suchst. Da liefern freelance.de (bessere Anfragequalität, Referenz-Verifizierung), GULP (Enterprise und SAP, seit der Randstad-Übernahme aber mit weniger Fokus) und der persönliche Kontakt zu Beratern bei Hays oder Solcom bessere Ergebnisse. Eine Gegenüberstellung findest du im Vergleich der Freelancer-Portale.

So landen Freelancermap-Anfragen in DealFilter

Jede Anfrage aus Freelancermap wird in DealFilter automatisch bewertet: Tech-Stack-Match, Marktrate, Remote-Anteil, Vertragsart. Drei Wege, sie zu erfassen:

Bookmarklet im Portal

Ein Klick auf der Freelancermap-Projektseite, die Anfrage wandert inklusive Bewertung in deine Pipeline.

Kopieren und Einfügen

Anfragetext aus Mail oder Portal einfügen, DealFilter extrahiert Titel, Skills, Rate und Zeitraum.

E-Mail weiterleiten

Freelancermap-Mails an deine persönliche DealFilter-Adresse weiterleiten, sie landen automatisch in der Pipeline.

Häufige Fragen zu Freelancermap

Was kostet Freelancermap?

Das Basis-Profil ist kostenlos, erlaubt aber nur 10 Bewerbungen pro Monat. Premium kostet 13,99 EUR pro Monat bei jährlicher Zahlung (167,88 EUR im Jahr) oder 17,49 EUR pro Monat bei vierteljährlicher Zahlung. Eine Vermittlungsgebühr fällt nicht an. Die optionale Profilverifizierung kostet zusätzlich 50 EUR pro Jahr (Premium) bzw. 75 EUR (Basis).

Lohnt sich Freelancermap Premium?

Ja, wenn du aktiv ein Projekt suchst. Premium hebt das Profil im Freelancer-Verzeichnis nach oben, schaltet unbegrenzte Bewerbungen frei, liefert passende Projekte sofort statt einmal täglich per Mail und macht alle Kontaktanfragen lesbar. Freelancermap selbst wirbt mit bis zu 4x mehr Kontaktanfragen. Wer gerade ausgelastet ist, kann bei monatlicher Zahlung mit 14 Tagen Frist kündigen und das Basis-Profil stehen lassen.

Wie gut ist die Projektqualität auf Freelancermap?

Gemischt. Die Masse an Anfragen ist hoch, die Qualität schwankt stark. Viele Vermittler schreiben eine breite Masse an Freelancer an und prüfen erst später, ob das Profil wirklich passt. Ein Teil der Ausschreibungen dient dem Sammeln von Profilen (CV-Shopping). Nach meiner Erfahrung passt etwa eine von zehn eingehenden Anfragen wirklich.

Was ist CV-Shopping?

Ein Vermittler sammelt Lebensläufe für eine Ausschreibung, die er selbst noch nicht gewonnen hat, oder ohne konkretes Projekt dahinter. Der Freelancer investiert Zeit in Bewerbung und Gespräche, ohne dass eine reale Chance besteht. Auf Freelancermap ist das Risiko dafür besonders hoch.

Was ist Ghosting?

Ghosting bedeutet, dass sich ein Vermittler nach deiner Bewerbung oder sogar nach Gesprächen einfach nicht mehr meldet - keine Absage, kein Feedback, nichts. Auf Freelancermap ist die Ghosting-Quote extrem hoch, weil viele Vermittler breit anschreiben und sich nur bei den Kandidaten zurückmelden, die sie tatsächlich beim Endkunden einreichen. Praktischer Umgang: einmal nachhaken, dann die Bewerbung abhaken.

Welche Alternativen zu Freelancermap gibt es?

Für IT-Freelancer im DACH-Raum vor allem freelance.de (bessere Anfragequalität, Referenz-Verifizierung) und GULP (Enterprise- und SAP-Projekte über das Randstad-Netzwerk). Die Vermittler-Pools überlappen nur teilweise, eine Kombination aus zwei Portalen ist meist sinnvoll.

Alternativen zu Freelancermap

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